Wirtshaussingen in Plech 29.10.10

Wunschkonzert mit Hitparade


PLECH (za) - „Wo man singt, da lass dich ruhig nieder“. Nach diesem alten Sinnspruch besuchten am vergangenen Freitag rund 100 Gäste das vierte Wirtshaussingen des Männergesangvereins (MGV) Plech im Vereinslokal „Goldenes Herz“.

Vorstand Hans Herzog freute sich, dass die „Bude“ voll war und sicherte auf Grund der aktuellen Akzeptanz weitere Treffen dieser Art zu.
Die sangesfreudigen Besucher aus den umliegenden Gemeinden bekamen ein Non-Stopp-Programm geboten, das in den Hitlisten der volkstümlichen Musik durchaus einen vorderen Platz hätte erobern können. Die Textvorlagen stellte der örtliche Chorleiter Andy Bojer zusammen.

Durch das Programm führten neben dem Vorsitzenden Herzog vor allem die „Wirtsleit`n Musikanten“ Dieter Pleisteiner (Trompete) und Herbert Wendler (Akkordeon) aus Eschenbach bei Hersbruck. Sie bezogen gleich beim Start das Publikum in die „Bergvagabunden“ bzw. „Ein Tiroler wollte jagen“ sowie in weitere Oldies ein und lösten damit schnell die Zungen.
Mit eingestreuten Gedichten, in denen er sich teils selbst auf die Schippe nahm, hatte Pleisteiner die Lacher rasch auf seiner Seite.

Stilecht begrüßten die Aktiven vom MGV Plech unter Andy Bojer mit bekannten Liedern die Gäste und nahmen mit ihrer erstmals vorgetragenen Humoreske „Wir sind die alten Säcke“ gleich ihre eigene Situation aufs Korn.

„Hör af, du zwickst mi“, zeigten sich darauf die Ottenhofer Fruschweihermusikanten mit Annelore Funk von ihrer besten Seite und ließen „Af unna Kirwa frei i mi“ sowie „Die Madla vo der Gma“ bekannte Ohrwürmer folgen.

„As Wasser g`hört zum Waschen“ stellte das neu zusammengestellte Gesangsduo Christa Schmidt und Andrea Herzog aus der Plecher Stubenmusik treffend fest und gab weitere drei kurzfristig einstudierte Liedla zum Besten.

Im Laufe des Abends entwickelte sich die Veranstaltung zu einem wahren Wunschkonzert für volkstümliches Liedgut und bekannte Gassenhauer.

Insgesamt gesehen eine Marktlücke, die ob ihrer geringen Vorbereitungszeit und Spontaneität geradezu nach Wiederholung „schreit“. Alle Musiker hatten bereits im Vorfeld auf eine Gage verzichtet. Der Reinerlös aus den zahlreichen Spenden geht auf Wunsch der Veranstalter an den Verein zur Förderung spastisch gelähmter Kinder in Schwabach.

V.l. Herbert Wendler, Dieter Pleisteiner und Andy Bojer
sorgten neben anderen Mitwirkenden beim Plecher Wirtshaussingen
für ein einfallsreiches und dicht gedrängtes Programm.



Das Gesangsduo Andrea Herzog und Christa Schmidt aus der Plecher Stubenmusik



Ottenhofer Fruschweihermusikanten mit Annelore Funk

 

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